Spanien, das Land des Flamenco und der wilden Fiestas, das mit seinen 3200 Kilometern Küstenlinie für sonnige Badeurlaube steht, umfasst beinahe die komplette iberische Halbinsel im Südwesten Europas. Lediglich ein Siebtel gesteht es Portugal, seinem direkten Nachbarn im Westen, zu.
Neben dem Festland gehören zu Spanien auch zahlreiche Inseln – die Balearen im Mittelmeer, zu denen so bekannte Urlaubsziele wie Mallorca, Menorca, Ibiza oder Formentera gehören, und die Kanaren im Atlantik, die unter anderem Teneriffa, Fuerteventura, Gran Canaria und Lanzarote umfassen.
Insgesamt umfasst das Königreich Spanien eine Landesfläche von 505 990 qkm und beherbergt 46,6 Millionen Einwohner. Die kulturelle Vielfalt dieses faszinierenden Landes spiegelt auch die Vielfalt der Sprachen wider. Neben der Amtssprache Spanisch besitzen in den entsprechenden autonomen Gemeinschaften auch Katalanisch, Galicisch, Baskisch, Valencianisch und Aranesisch offiziellen Rang. Die spanische Landeswährung Peseten wurde am 1. Januar 1999 durch den Euro abgelöst.
Hauptstadt Madrid
Nicht nur das geographische, sondern gleichzeitig auch das politische und kulturelle Zentrum Spaniens ist seine Hauptstadt Madrid. Im Großraum der drittgrößten Stadt der Europäischen Union leben rund 3,27 Millionen Einwohner. Hier befindet sich der Sitz der Regierung, des spanischen Königs und vieler wichtiger Behörden. Sechs staatliche Universitäten kann Madrid, das Finanz- und Handelszentrum in der Landschaft Kastilien, sein eigen nennen.
Berühmteste Sehenswürdigkeit in Madrid ist wohl der Prado, der seinen Besuchern über 5000 faszinierende Gemälde präsentiert. Auch das Museumsdreieck Centro Arte Reina Sofia ist immer einen Besuch wert. Aus einem Marktplatz des 15. Jahrhunderts entstand Madrids berühmtester Platz, der Plaza Mayor, der wie kein anderer das pulsierende Leben der spanischen Metropole einfängt. Von nahezu erhabener Schönheit ist dagegen die Almudena-Kathedrale, die in ihrem Innern überraschenderweise zahlreiche Wandmalereien im Pop-Art-Stil aufweist. Von außen ist sie dagegen an den Architekturstil des Palacio Real, dem Sitz der Königsfamilie, angelehnt.
Barcelona und Valencia
Neben Madrid gebührt Barcelona der Status einer spanischen Metropole. Insbesondere die Bauwerke des Architekten Antoni Gaudí prägen die katalanische Hauptstadt. Die älteste Universität Spaniens befindet sich dagegen in der mittelalterlichen Stadt Salamanca. Ebenso brachte Valencia bedeutende gotische Gebäude, so die Seidenbörse und die Kathedrale von Valencia, hervor. Von der jahrhundertelangen maurischen Herrschaft zeugen in Granada die Märchenburg Alhambra und die riesige Moschee in Córdoba.
Neben verschiedenen Kulturen, die Burgen und Schlösser, römische und maurische Spuren hinterlassen haben, ist Spanien auch von landschaftlichen Gegensätzen geprägt. Das riesige Hochplateau Meseta, Wüstenlandschaften und die schneebedeckte Sierra Nevada stellen hierfür eindrucksvolle Beweise dar. Zur Sierra Nevada gehört auch der höchste Berg Festlandspaniens, der 3482 m hohe Mulhacén. Die Gebirgskette der Pyrenäen trennt Spanien schließlich von Resteuropa und ist gewaltige 430 km lang.
Küsten in Spanien
Neben den Pyrenäen sind es insbesondere die weitläufigen Küstengebiete, die Urlauber aus aller Welt nach Spanien locken. Berühmtestes Beispiel hierfür ist sicherlich die Costa Blanca in der Provinz Alicante, deren Küstenstädtchen am strahlend blauen Meer liegen. Die Partystadt Lloret del Mar ist dagegen an der Costa Brava beheimatet, die auch beschauliche Fischerdörfer und Naturparks bereithält. Die meisten Sandstrände weist die Costa Dorada auf. Andalusien beherbergt nicht nur die beliebte Urlaubsregion Sierra Nevada mit ihren beeindruckenden Naturlandschaften, sondern auch die Costa de la Luz mit Tarifa, der südlichsten Stadt Europas, und die Costa del Sol.




