Teneriffa bietet seinen Besuchern zwei verschiedene Gesichter: neben einem stark touristisch geprägten Teil befinden sich insbesondere im Süden der Insel zahlreiche naturbelassene Orte, in denen Besucher den ursprünglichen Charakter Teneriffas erleben können. Mit einer Länge von rund 80 km und einer Breite von 50 km ist sie die größte der Kanarischen Inseln und mit einer Einwohnerzahl von nahezu 900 000 zusätzlich die bevölkerungsreichste. Teneriffa ist wie alle Kanarischen Inseln vulkanischen Ursprungs und liegt rund 300 km von der Küste Marokkos und beachtliche 1300 km von Festlandspanien entfernt.
Aufgrund der Passatwinde und des warmen Kanarenstroms herrscht auf Teneriffa ein ganzjährig mildes Klima, die Temperaturen steigen auch im Sommer kaum auf über 30 °C. Insgesamt besteht ein sichtbarer Unterschied zwischen dem feuchteren und damit grünerem Norden und dem Süden der Insel, der trockener und sonnenverwöhnter ist. Im Winter muss mit relativ wenigen Niederschlägen gerechnet werden, die Sommermonate sind besonders trocken.
Hauptstadt Santa Cruz de Tenerife
Die größte Stadt Teneriffas ist ihre Hauptstadt Santa Cruz de Tenerife, die direkt am Meer liegt und 222 000 Einwohner zählt. Ihr Hafen Puerto de Tenerife zählt zu den größten Atlantikhäfen und bestimmt das Stadtbild in weiten Teilen. Das Wahrzeichen der Hauptstadt ist jedoch der Kirchturm der Iglesia de Nuestra Senora de la Concepcíon, ebenso sehenswert ist die historische Altstadt. Wissenswertes über die Kultur der kanarischen Guanchen erfährt der Besucher im Museo de la Naturaleza y el Hombre. Die Flaniermeile Rambla del General Franco lädt mit ihren zahlreichen Sitzmöglichkeiten, den Baumriesen und schnuckligen Cafés dagegen zum Genießen des spanischen Lebensgefühls ein. Ebenso beliebt bei Einheimischen als auch bei Besuchern ist die Einkaufsmeile Calle Castillo.
Der Ort Garachico im Nordwesten Teneriffas hat sich seinen ursprünglichen Charakter bewahrt und ist geprägt von seiner Kirche, Klöstern, Adelshäusern und einfachen Wohnhäusern aus früheren Zeiten. Tacoronte liegt dagegen umgeben von Weinbergen mitten im berühmten Weinanbaugebiet im Nordosten. Weinproben und ein Besuch des Weinmuseums zählen hier zum Pflichtprogramm. Zumindest der Ortskern des Touristenzentrums Los Cristianos mit seinen kleinen Geschäften und Cafés konnte sich sein traditionelles Erscheinungsbild bewahren. Ansonsten dominieren Hotelanlagen und moderne Infrastruktur die Stadt.
In Icod de los Vinos ist eine ganz besondere Sehenswürdigkeit Teneriffas zuhause: der Drago Milenario, der als größter und ältester Drachenbaum der Kanarischen Inseln gilt. Nicht weit entfernt befinden sich ein Schmetterlingsgarten sowie eine kleine Pyramide, deren Ursprünge bislang im Dunkeln liegen. Nicht nur dem Namen nach gigantisch ist auch die 450 m hohe Steilküste nahe des Ortes Los Gigantes. Sie kann sowohl von einem Felsplateau als auch vom Meer aus besichtigt werden. Wahrzeichen der Vulkaninsel Teneriffa ist ein gewaltiger erloschener Vulkan, der gleichzeitig der höchste Berg Spaniens ist: der Pico del Teide. Weltweit bekannt ist auch die Papageienaufzuchtstation des Loro Parque. Was einst als Papageienpark begann, ist heute ein Tierpark mitten in einem tropischen Garten, der eine Vielzahl verschiedener Arten beherbergt, darunter Seelöwen und Weiße Tiger.
Berühmt ist Teneriffa auch für ihre zahlreichen Sandstrände, die sich meist durch den dunklen Lavasand und eine hervorragende Wasserqualität auszeichnen. Der faszinierendste von allen ist jedoch der Strand von Playa de la Arena im Westen Teneriffas. Sein tiefschwarzer feiner Lavasand zieht insbesondere die Reichen und Schönen in Scharen in den Urlaubsort.




