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Wer beim Thema Mallorca nur an Partytourismus und Ballermann 6 denkt, der verkennt die wahre Schönheit der größten Baleareninsel, die von den Mallorquinern nicht umsonst "Insel der Ruhe" genannt wird. Mallorca liegt im westlichen Mittelmeer, rund 170 km östlich von Festlandspanien. Auf einer Fläche von 3600 qkm leben rund 814 000 Einwohner, über 16 % davon sind Ausländer, darunter zahlreiche EU-Bürger aber auch Marokkaner, Argentinier und Ecuadorianer.

Die vielen Sonnenstunden verdankt Mallorca einem gemäßigten subtropischen Klima, das die Sommermonate mit Temperaturen von über 30 °C nicht nur sehr warm, sondern auch trocken macht. Die mallorquinischen Winter sind mild und feucht, vereinzelt fällt in den Bergen Schnee. Frühling und Herbst bieten dagegen optimale Bedingungen, um die landschaftlichen Schönheiten der Insel zu entdecken.

Palma de Mallorca, die Hauptstadt Mallorcas und auch der gesamten Balearischen Inseln, gehört zu den schönsten Hafenstädten des Mittelmeers. Die rund 350 000 Einwohner zählende Stadt besitzt neben dem größten Hafen auch den größten Flughafen der Insel und gilt allgemein als Touristenmagnet. Das Herz der Stadt bildet die historische Altstadt, die mit ihren engen Gassen größtenteils autofrei ist und zahlreiche arabische Einflüsse aufweist. Hier befindet sich mit der gotischen Kathedrale La Seu auch die wichtigste Sehenswürdigkeit Palmas. Mit dem Castell de Bellver, einer Burganlage, und der Mlotja dels Marcaders, dem ehemaligen Sitz der Seehandelsbörse, beherbergt Palma zwei weitere wichtige mittelalterliche Gebäude.
Weit weniger beschaulich geht es am Strandabschnitt Ballermann 6 auf der Playa de Palma zu. Zahlreiche Hotelanlagen, Bars und Diskotheken befinden sich in der unmittelbaren Nachbarschaft und verwandeln diesen Teil Palmas zu einer einzigen großen Party.

Der Massen- und Partytourismus, der insbesondere auch in den Badeorten El Arenal und Cala Rajada deutlich zu spüren ist, bedeutet für Mallorca Segen und Fluch zugleich.Doch die rund 550 km lange Küste bietet auch zahlreiche Strände mit erholsamen, nahezu paradiesischen Verhältnissen. Der längste der insgesamt 179 Strände ist die Bahia de Alcudia; einziger naturbelassener Strand Mallorcas ist der Es Trenc bei Colonia San Jordi. An der Südostküste laden fernab des Massentourismus ruhige Buchten, die sogenannten Calas, zum ausgiebigen Baden ein.

Auch im Hinterland Mallorcas mit seinen traumhaften Landschaften findet der Urlauber und Naturfreund Erholung und Entspannung pur. Unberührte Natur, ausgedehnte Pinienwälder und beschauliche Dörfern laden zu Entdeckungstouren ein. Rund 40 % der Inselfläche sind mittlerweile geschützte Naturparks, darunter der Naturpark de sa Dragonera und der Naturpark von Albufera.

Im Norden Mallorcas erstreckt sich das rund 100 km lange Tramuntana-Gebirge mit der höchsten Erhebung der Insel, dem 1445 m hohen Puig Major. Die wilde Berglandschaft mit ihren kleinen Dörfern, die in schwindelerregender Höhe direkt über dem Meer erbaut wurden, lädt zu ausgedehnten Wanderungen ein. Hier befindet sich auch der wichtigste Wallfahrtsort der Insel, das Kloster Lluc mit seiner Schwarzen Madonna.

Ein beliebter Urlaubsort ist dagegen Porto Cristo, dessen Promenade vom schönsten Yachthafen Mallorcas flankiert wird. In nächster Nähe sind die berühmten Drachen- und Hamshöhlen zu finden. Weitere Höhlen mit beeindruckenden Tropfsteinen bilden die Cuevas de Arta bei Capdepera. In dem beschaulichen Ort befindet sich auch die größte Festungsanlage der Insel. Bauwerke der Römerzeit und der Renaissance sind dagegen in Alcudia beheimatet, ein Kloster als Ausflugsziel bietet der Ort Valldemossa, in dem auch die Inselheilige geboren wurde.

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