Las Palmas - Hauptstadt von Gran Canaria
Las Palmas, die Hauptstadt Gran Canarias und mit rund 382 000 Einwohnern gleichzeitig die größte Stadt der Kanarischen Inseln, bietet ihren Besuchern neben den typischen Touristenattraktionen auch traditionelle Stadtviertel, in denen die Uhren langsamer zu ticken scheinen.
Trotz des "Eselbauchs", wie die Einheimischen die typische starke Bewölkung über der Stadt nennen, scheint die Sonne an immerhin rund 300 Tagen im Jahr. Dennoch sorgen die Wolken dafür, dass die Touristen den Süden Gran Canarias für ihren Urlaubsaufenthalt bevorzugen und so kann das milde und frühlingshafte Klima der Inselhauptstadt in Ruhe und ohne riesige Touristenmassen genossen werden.
Die touristischen Zentren von Las Palmas sind insbesondere die beiden Altstadtviertel Vegueta und Triana, die von zahlreichen historischen Gebäuden geprägt sind; daneben ist auch das Vergnügungsviertel Santa Catalina sehr beliebt. Vegueta wurde 1990 von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt und beherbergt die ältesten Gebäude der Stadt, darunter die wichtigste Sehenswürdigkeit, die fünfschiffige Kathedrale Santa Ana aus dem Jahr 1497. Das Kolumbusmuseum ist in der Casa de Colón, einem alten Kolonialbau, untergebracht. Die Casa de Colón gilt als schönstes Beispiel des kanarischen Architekturstils, der durch meist zweistöckige Wohnhäuser mit einem üppig bepflanzten Innenhof und einem reich verzierten Holzbalkon gekennzeichnet ist.
Das Stadtviertel Triana zählt zwar auch zur Altstadt, ist aber bedeutend jünger als das Viertel Vegueta. Entstanden in der Zeit um 1900 wird das Stadtbild in diesem Teil von Las Palmas insbesondere durch wunderschöne Jugendstilfassaden geprägt. Pavillons im Jugendstil beherrschen auch den Park San Telmo, der neben der Fußgängerzone und Einkaufsstraße Calle Mayor de Triana die Hauptattraktion des Viertels darstellt.
Einen beeindruckenden Blick über Vegueta und Triana erhält der Besucher vom Stadtviertel San Juan aus, das auf einem Hügel errichtet wurde. In San Juan hat sich das ruhige und beschauliche Leben der Einheimischen bewahrt. Das Stadtviertel La Isleta, beherbergt mit dem Puerto de la Luz zwar einen der wichtigsten Atlantikhäfen, dennoch konnte sich das ehemalige Fischerdörfchen in den engen Gassen und einfachen Gebäuden bis heute erhalten.
Das genaue Gegenteil hierzu bildet das Stadtviertel Santa Catalina. Zwischen Hafen und Strand gelegen ist es besonders vom Tourismus geprägt und beherbergt zahlreiche internationale Restaurants, Bars und Diskotheken. Besucher können hier aber auch die kanarische Küche genießen, darunter Fisch und Fleisch, die entweder gebraten oder in Öl frittiert werden. Daneben sind deftige Eintöpfe und Suppen bei den Einheimischen sehr beliebt. Nicht nur in Santa Catalina, sondern auch in der Altstadt oder rund um den Strand befinden sich zahlreiche Bars, in denen Touristen und Einheimische am Abend ein kühles Bier genießen können. Das Nachtleben in Las Palmas beginnt erst spät und geht dann bis in die Morgenstunden. Insbesondere Live-Musik, ob in kleinen Bars oder bei größeren Konzerten, steht auf der Beliebtheitsskala der Einheimischen ganz oben und ist entsprechend oft in Las Palmas zu finden.
Ebenso beliebt ist der rund 3 km lange Las Canteras Strand, der als Gran Canarias schönster und sauberster Sandstrand gilt. Wie im Rest der Stadt sucht man auch hier den Massentourismus vergeblich. Stattdessen bietet der Las Canteras Strand zahlreiche Möglichkeiten zum Schwimmen, Surfen oder Tauchen. Die Strandpromenade ist gesäumt von Läden, Cafés und Bars, die dem Tagesrhythmus auf den Kanaren entsprechend bis spät in die Nacht geöffnet haben.




