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Insel Gran Canaria

"Insel der Seligen" und "Insel des ewigen Frühlings" sind nur zwei der Namen, mit denen die Kanareninsel Gran Canaria bereits in der Antike bedacht wurde. Aufgrund ihres einzigartig vielfältigen Klimas und der ungewöhnlichen Tier- und Pflanzenwelt gilt Gran Canaria auch als Miniaturkontinent. Die drittgrößte der Kanarischen Inseln hat eine annähernd kreisrunde Form mit einem Durchmesser von rund 50 km. Wie ihre Nachbarinseln Teneriffa und Fuerteventura im Atlantik ist sie vulkanischen Ursprungs.

Da Gran Canaria nur rund 150 km von der afrikanischen Küste Südmarokkos entfernt liegt, beeinflussen trockene und heiße Winde aus der Sahara das Klima im Süden der Insel. Der Norden weist dagegen mehr Niederschläge auf und befindet sich im Einflussbereich der Passatwinde. Die Jahresdurchschnittstemperatur beträgt auf ganz Gran Canaria milde 21 °C.

Hauptstadt Las Palmas

Die Hauptstadt Las Palmas de Gran Canaria ist mit über 380 000 Einwohner die größte Stadt der Kanarischen Inseln. Ihre Altstadt Vegueta ist die älteste Kolonialstadt Spaniens und wurde von der UNESCO 1990 zum Weltkulturerbe erklärt. Hier befindet sich auch das berühmteste Bauwerk von Las Palmas, die fünfschiffige Kathedrale Santa Ana auf der Plaza Santa Ana. Im Stadtviertel Triana dominieren dagegen Gebäude im Jugendstil, La Catalina ist mit seinen zahlreichen Bars und Cafés das lebendigste Viertel.
Auch in wirtschaftlicher Hinsicht ist Las Palmas eine wichtige Stadt der Kanarische Inseln. Der Hafen Puerto de la Luz gehört mit seiner modernen Infrastruktur zu den größten Atlantikhäfen der Welt.

Große Bedeutung für den Tourismus auf Gran Canaria hat das Städtetrio Maspalomas, Playa del Inglés und San Augustin im Süden. Zahlreiche Hotel- und Appartementanlagen sowie schöne Sandstrände prägen diese Orte, von denen Maspalomas als der schönste und auch ruhigste gilt. Mit den Dünen von Maspalomas beherbergt diese Stadt auch eines der großartigsten Naturphänomene Gran Canarias. Ausgedehnte Wanderungen finden in dieser rund 6 km langen Dünenlandschaft in ruhiger Abgeschiedenheit statt. Der beliebteste Strand der Insel und gleichzeitig Wassersportzentrum für Segler, Hochseeangler und Sportfischer ist Puerto Rico, dessen Bucht mit goldgelbem Sand aus der Sahara aufgeschüttet wurde.

Weit ab vom Tourismus, im Westen der Insel, befindet sich das eher landwirtschaftlich geprägte San Nicolas. Gran Canarias höchstgelegenes Dorf auf 1200 m Höhe ist das malerische Artenara, das einen atemberaubenden Blick über Gran Canaria und seine Nachbarinseln bietet. Weitere Naturwunder können in Agüimes im Osten der Insel bewundert werden, darunter die Höhlen von Temisas und der Naturpark von Arinaga. Die Basilika in der Stadt Teror, die als die schönste Stadt Gran Canarias gilt, ist dagegen der wichtigste Wallfahrtsort der Insel.

Der einzig touristisch genutzte Flughafen Gran Canarias ist der Flughafen Gando, der sich östlich der Hauptstadt Las Palmas befindet. Busse im 10-Minuten-Takt verbinden den Flughafen mit den Städten Las Palmas und Maspalomas.

Wahrzeichen von Gran Canaria

Markantester Punkt der Insel und gleichzeitig Wahrzeichen Gran Canarias ist der 1813 m hohe Roque Nublo, ein Monolith aus Basalt, der jedoch nicht von Menschenhand geschaffen wurde, sondern natürlichen Ursprungs ist. Ein weiteres Wahrzeichen der Insel stammt aus ihrer einzigartig vielfältigen Pflanzenwelt: der Drachenbaum, dessen Harz seit Jahrhunderten für Heiltränke genutzt wird.

Mit 1949 m Höhe ist der im Winter teilweise schneebedeckte Pico de las Nieves im Zentrum Gran Canarias der höchste Punkt der Insel. Auf seinem Gipfel befindet sich die militärisch genutzte Hochstation Los Pechos.

Weitere Informationen über Gran Canaria

Hauptstadt Las Palmas

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