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Fuerteventura ist mit rund 300 Sonnentagen pro Jahr ein beliebtes Ziel für Badeurlauber und Wassersportfans. Die "Insel des ewigen Sommers" ist die älteste der Kanarischen Inseln und liegt 120 km westlich der marokkanischen Küste im Atlantischen Ozean. Mit einer Länge von knapp 100 km und einer Breite von 31 km ist sie die zweitgrößte Insel der Kanaren und gleichzeitig die am dünnsten besiedelte. Rund 101 000 Einwohner verteilen sich auf die sechs Gemeindebezirke Fuerteventuras.

Die Insel verfügt über ein ganzjährig warmes Klima, da die Passatwinde die heiße Luft aus der Sahara abschirmen. Gelangt doch einmal heißer Ostwind aus der Sahara nach Fuerteventura, spricht man vom Wetterphänomen Calima, das durch schnelle Temperaturanstiege gekennzeichnet ist. Die wenigen Niederschläge machen Fuerteventura zu einer sogenannten Halbwüste mit Tendenz zur Wüste; die Landschaft ist karg und weist nur wenig Vegetation auf, was sie umso bizarrer und eigentümlicher macht.

Die Hauptstadt Puerto del Rosario beherbergt rund 29 000 Einwohner, ist Sitz der Behörden sowie des wichtigsten Hafens der Insel. Südlich von Puerto del Rosario ist der Inselflughafen angesiedelt. Kleine Restaurants und zahlreiche Geschäfte prägen die quirlige Stadt, die wichtigste Sehenswürdigkeit stellt die Casa Museo Unamuno dar. Der Dichter und Philosoph Unamuno verbrachte im Jahr 1924 hier die Zeit seiner Verbannung. Heute befindet sich in diesem Gebäude ein Museum, das Leben und Werk Unamunos sowie das Leben in den 1920er Jahren veranschaulicht.

Leben und Arbeiten der ursprünglichen Bevölkerung Fuerteventuras kann in den original historischen Bauernhöfen des Ecomuseo de Algocida in Tefia erlebt werden. Die alte Hauptstadt Betancuria präsentiert dagegen prächtige Bürgerhäuser und Adelspaläste sowie eine wunderschöne Pfarrkirche. Zu Recht steht der gesamte Ort unter Denkmalschutz. Eine ebenso sehenswerte Pfarrkirche bietet auch der Ort Pájara. Die wichtigste Wallfahrtkirche Fuerteventuras, Ermita de Virgen de la Pena, stammt aus dem 17. und 18. Jahrhundert und steht in Vega Río Palmas. Als malerischster Ort der Insel wird Las Playitas mit seinen weiß getünchten Häusern bezeichnet.

Den südlichen Teil Fuerteventuras bildet die Halbinsel Jandía. Einen Teil des gleichnamigen Naturparks bildet der beliebte und völlig unbebaute Strandabschnitt Risco del Paso. Auf der Halbinsel ist auch der höchste Punkt Fuerteventuras zu finden, der 807 m hohe Pico de la Zarza.

Im Inselinnern bieten sich ausgedehnte Wanderungen durch die vulkanische Berglandschaft Fuerteventuras an. Hier können Besucher auf die vorwitzigen Atlashörnchen stoßen, die teilweise an Menschen gewöhnt sind.

Wichtigstes Aushängeschild Fuerteventuras sind jedoch die kilometerlangen Küsten und Strände, goldgelb, feinsandig und in vielen Fällen naturbelassen. Aufgrund der konstanten Windverhältnisse bieten sie auch für zahlreiche Wassersportarten optimale Bedingungen. Die wichtigsten Strände befinden sich im Osten der Insel, darunter das Ferienzentrum Corralejo mit der Playa de Corralejo. Sie wird als schönster Strand Fuerteventuras bezeichnet und ist insbesondere bei Windsurfern sehr beliebt. Südlich von Corralejo liegt der unter Naturschutz stehende Dünenpark, dessen große Sanddünen sich auf rund 11 km erstrecken. Bekannt für seine riesigen Dünen ist auch der Strand von Sotavento. An der Westküste Fuerteventuras sind die einsamen Strände Playa de Cofete und Playa de Barlovento zu finden, die aufgrund der gefährlichen Strömungen jedoch nur für ausgiebige Strandspaziergänge geeignet sind. Ideal für Surfer sind dagegen die einsamen Naturstrände der Playas de Cotillo.

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