Rom: Hauptstadt von Italien
Bauwerke aus über 3000 Jahren Stadtgeschichte, zahlreiche Straßencafés und Sonne pur verleihen Rom eine fast magische Ausstrahlung, die jeden Besucher in ihren Bann zieht. Die Hauptstadt Italiens liegt nicht nur im Zentrum der Apenninhalbinsel, sondern ist mit einer Fläche von rund 1285 km² auch die größte Stadt des südeuropäischen Landes.
"Roma" beherbergt 2,7 Millionen Einwohner in der Stadt selbst, zusammen mit dem Umland sind es rund 3,3 Millionen. Zahlreiche Einwanderer aus Asien, dem Nahen Osten und Afrika bilden zusammen mit den katholischen Einheimischen und den jährlich rund sechs Millionen Besuchern ein buntes Völkergemisch. Der Gründungmythos der "Ewigen Stadt" ist eng mit dem Fluss Tiber verbunden, an dessen Ufern sich auch heute noch die wichtigsten Stadtteile erstrecken. Die sieben Hügel Roms sind seit nunmehr drei Jahrtausenden bewohnt, was sich in einer wahren Fülle an archäologischen Zeugnissen äußert. Neben Bauten aus der Antike prägen auch zahlreiche Kirchen, Paläste und Villen das gesamte Stadtbild.
Das Kapitol
Obwohl das Kapitol den kleinsten der sieben Hügel bildet, ist er doch der bedeutendste. In der Antike war das Kapitol Standort des wichtigsten Tempels für Jupiter, Juno und Minerva, heute beherbergt er neben einem markanten Reiterstandbild Marc Aurels auch die Kapitolinischen Museen. Die älteste öffentliche Kunstsammlung Europas befindet sich im Konservatorenpalast und im Palazzo Nuovo.
Der kapitolinische Hügel bietet seinen Besuchern auch einen wunderschönen Blick über das Forum Romanum, das einige der wichtigsten antiken Bauwerke Roms beherbergt. Darunter befinden sich die Kurie, der Titus-Bogen, der Saturn-Tempel sowie der Vesta-Tempel. In nächster Nähe zum Forum Romanum wurde zwischen 72 und 80 n.Chr. das Kolosseum erbaut. Heute das Wahrzeichen Roms, bot es als Amphitheater bis zu 80 000 Zuschauern Platz. Bis zu 250 000 Zuschauer konnte dagegen der Circus Maximus beherbergen, in dem das römische Publikum mit Wagenrennen und blutigen Gladiatorenkämpfen unterhalten wurde.
Vielfältige Badefreuden boten sich den Römern dagegen in den riesigen Caracalla-Thermen. Aus späteren Jahrhunderten stammen die meisten Sehenswürdigkeiten entlang der Via del Corso, der Hauptachse der Innenstadt Roms. Wer nicht wenigstens eine Münze in den berühmten Trevibrunnen geworfen oder sich nicht für ein Foto auf der Spanischen Treppe niedergelassen hat, der hat sich offenbar zwei wichtige Denkmäler der Ewigen Stadt entgehen lassen.
Via del Corso
Die Via del Corso ist nur schwer vom Centro Storico – der Altstadt Roms am linken Tiberufer – zu trennen. In diesem Teil der Stadt beherrschen Renaissance und Barock das Antlitz der Gebäude und doch kann auch hier die Antike ihren Platz behaupten. Das Pantheon, ein Rundtempel mit riesiger Kuppel, der allen Göttern Roms geweiht war, und die Ara Pacis Augustae, ein Altar geschmückt mit herrlichen Reliefs, stellen hierfür zwei der beeindruckendsten Beispiele dar.
Vatikan
Nicht nur die Altstadt Roms, sondern auch der Vatikan und die Peterskirche wurden im Jahr 1980 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Schon von weitem leuchten die farbenfrohen Uniformen der Schweizer Garde, die den Staat Vatikanstadt, der eine Enklave inmitten von Rom bildet, schützen. Der Vatikan bietet mit der Peterskirche, besser bekannt unter der Bezeichnung Petersdom, dem Petersplatz, der Sixtinischen Kapelle mit dem berühmten Deckenfresko Michelangelos und den Vatikanischen Museen eine wahre Fülle an kulturellen Schätzen.
Zu den wichtigsten Sakralbauten außerhalb des Vatikans zählen die Lateranbasilika des Kaisers Konstantin und die Kirche San Clemente aus dem 12. Jahrhundert.




