Die heute bekannten sieben Kontinente – Asien, Afrika, Nordamerika, Südamerika, Europa, Australien und Antarktika – entwickelten sich in Jahrmillionen aus einer einzigen großen Landmasse namens Pangäa. Sie nehmen 29,3 % der gesamten Erdoberfläche ein und bieten Lebensraum für über 6 Milliarden Menschen.
Der größte und zugleich bevölkerungsreichste Kontinent ist Asien, der rund 60 % der Weltbevölkerung eine Heimat bietet. Über die schmale Landbrücke des Sinai ist Asien mit Afrika, dem Schwarzen Kontinent, verbunden. Der kleinste Kontinent ist dagegen Australien, weniger als 1 Prozent der Weltbevölkerung leben dort. Nordamerika und Südamerika sind im strengen Sinne keine einzelnen Kontinente und werden daher häufig einfach unter dem Begriff Amerika zusammengefasst. Die Landgebiete rund um den Südpol bilden den Kontinent Antarktika, der lediglich durch Menschen in Forschungsstationen besiedelt ist.
Europa ist mit einer Fläche von 10,5 Millionen km² der zweitkleinste Kontinent und beherbergt dennoch kaum weniger Staaten als Asien, der größte und bevölkerungsreichste Kontinent. Insgesamt leben rund 733 Millionen Menschen verschiedenster Kultur- und Sprachräume in ganz Europa. Diese Zahl entspricht rund 11 % der Weltbevölkerung.
46 Staaten gehören zu Europa
Europa teilt sich mit Asien die riesige Landmasse Eurasien und nimmt hiervon das westliche Fünftel ein. Seine östliche Grenze zu Asien ist nicht genau festgelegt, mittlerweile hat sich jedoch der Ural als Grenze etabliert. Die übrigen Grenzen Europas werden eindeutig durch verschiedene Gewässer gebildet. Im Südosten wird Europa durch das Kaspische Meer und im Süden durch das Schwarze Meer und das Mittelmeer begrenzt. Im Westen bildet der Atlantische Ozean die natürliche Grenze und im Norden die Randmeere des Polarmeers.
Europa ist nicht nur geographisch stark zergliedert – kaum ein anderer Kontinent umfasst so viele Inseln und Halbinseln – sondern auch politisch.
Insgesamt gehören 46 unabhängige Staaten zu Europa. Diese sind: Albanien, Andorra, Belgien, Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Island, Italien, Kasachstan, Kroatien, Lettland, Liechtenstein, Litauen, Luxemburg, Malta, EJR Mazedonien, Moldawien, Monaco, Montenegro, Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Russland, San Marino, Schweden, Schweiz, Serbien, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechien, Türkei, Ukraine, Ungarn, Vatikanstadt, Vereinigtes Königreich, Weißrussland.
Russland, die Türkei und Kasachstan liegen jedoch nur teilweise in Europa, das türkische Istanbul ist sogar die weltweit einzige Stadt, die auf zwei Kontinenten liegt, in Europa und Asien.
Die Gebiete Kosovo und Transnistrien haben beide ihre Unabhängigkeit erklärt, wurden aber von keinem anderen Staat anerkannt. Darüber hinaus existieren noch zahlreiche kleinere und größere Gebiete, die politische Verbindungen zu Europa aufweisen. Hierzu zählen beispielsweise die Isle of Man, die Färöer Inseln, Grönland, Gibraltar, aber auch die Azoren im Atlantik und Madeira. Zypern, der 27. Mitgliedsstaat der EU gehört geografisch zu Asien.
27 dieser 46 europäischen Staaten sind im Staatenbund der Europäischen Union (EU) vereint. Die Anfänge der EU gehen in die Gründungsjahre der Europäischen Gemeinschaften (EG) zurück, die in den 1950er Jahren von sechs europäischen Staaten gegründet wurden. Die mittlerweile durch verschiedene Beitritte anderer Länder vergrößerte EG gründete schließlich 1992 die EU. Die EU besitzt verschiedene Gemeinsame Organe, darunter den Europäischen Rat, das Europäische Parlament und die Europäische Zentralbank. Der Wirtschaftsraum der EU-Mitgliedsstaaten bildet heute den größten gemeinsamen Markt der Welt. 16 Staaten besitzen darüber hinaus eine gemeinsame Währung, den Euro.
Stand Juli 2010
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