Frankfurt am Main
Frankfurt am Main kann auf eine lange und bewegte Geschichte zurückblicken. Im Jahr 794 erstmals urkundlich erwähnt, wird die Stadt im Süden Hessens früh zur freien Reichsstadt, was eine blühende Entwicklung zur Folge hatte. Auch heute noch befindet sich Frankfurt zentral in einem der wichtigsten Wirtschaftsräume Deutschlands. Als Sitz der Europäischen Zentralbank und der Deutschen Bundesbank zählt es als einzige deutsche Stadt zu den Alpha World Cities, den international bedeutenden Metropolen. Mit einer Fläche von 248,31 km² ist Frankfurt am Main daneben die größte Stadt Hessens und die fünftgrößte Stadt Deutschlands.
Frankfurts 672 000 Einwohner verteilen sich auf 46 Stadtteile, von denen Sachsenhausen der größte ist, gefolgt von Nordend und Bockenheim. Sachsenhausen ist geprägt durch enge Gassen, Kopfsteinpflaster und seine berühmten Apfelweinwirtschaften. Einer der kleinsten Stadtteile ist die Altstadt, die während der Luftangriffe des Zweiten Weltkriegs beinahe vollständig zerstört wurde. Einst die größte zusammenhängende Altstadt Deutschlands, ist sie heute eher durch Nachkriegsgebäude und einige markante Bauwerke, die originalgetreu wiederhergestellt wurden, geprägt. Ein besonders multikulturelles Viertel ist das Bahnhofsviertel; Heimat vieler Rapper ist der dadurch bekannt gewordene Stadtteil Rödelheim.
Altes und Neues bilden in Frankfurt spannende Gegensätze, denn die hessische Stadt ist sich sowohl ihres kulturellen Erbes, als auch ihrer aktuellen Bedeutung als europäisches Finanz- und Messezentrum bewusst. So steht auf der einen Seite die Skyline mit ihren Wolkenkratzern, die zu den höchsten Gebäuden Europas zählen, auf der anderen Seite die beschauliche Altstadt rund um den Römerberg. Im Osten dieses Stadtplatzes ragen nach alten Plänen wiedererrichtete Fachwerkhäuser mit so klingenden Namen wie „Goldener Greif“ oder „Wilder Mann“ in den Himmel. Seit 1405 wacht über allem der Römer, das altehrwürdige Rathaus der Stadt Frankfurt.
Noch bedeutender ist allerdings der Frankfurter Kaiserdom, der seit dem 14. Jahrhundert Schauplatz der Kaiserwahlen war. Die gotische Kathedrale fiel im 19. Jahrhundert einem verheerenden Feuer zum Opfer und wurde kurz darauf im neugotischen Stil restauriert. Der 95 m hohe Turm bietet einen überwältigenden Panoramablick über Frankfurt. Ebenso geschichtsträchtig ist die Paulskirche, in der 1848 die erste deutsche Nationalversammlung tagte.
Erholung findet der Besucher im Landschaftsschutzgebiet „Frankfurter Grüngürtel“, das rund ein Drittel des Stadtgebiets einnimmt und auch einen der größten Stadtwälder Deutschlands umfasst. Auf einem der größten internationalen Flughäfen der Welt, dem Flughafen Frankfurt am Main, geht es dagegen weitaus geschäftiger zu. Die Besucherterrasse am Terminal 2 bietet einen optimalen Blick auf die Start- und Landebahnen.
International geht es auch im Frankfurter Palmengarten zu, denn Gewächse aus aller Welt werden hier in thematischen Gärten und Gewächshäusern präsentiert. Das Palmenhaus und das Tropicarium zählen zu den beliebtesten Einrichtungen des Palmengartens.
Untrennbar mit dem Namen seines legendären Direktors Professor Bernhard Grzimek verbunden ist der Zoo Frankfurt am Main, einer der ältesten zoologischen Gärten der Welt. Erst nach den Bombardierungen des Zweiten Weltkriegs sind dagegen die postmodernen und farbenfrohen Stadthäuser in der Saalgasse entstanden. Einen Blick in die Vergangenheit kann der Besucher im Goethehaus und Goethemuseum werfen. Grandioses bietet auch das Museumsufer, denn hier reiht sich zu beiden Seiten des Mains Museum an Museum, unter anderem das Deutsche Filmmuseum und das Jüdische Museum. Musikalische Genüsse bietet die Alte Oper Frankfurt mit rund 300 Konzerten im Jahr.




